8. September 2019

Das gesamtgesellschaftliche Drama war auch schon mal größer, was ist da los? Vorgestern verlor die Fußball-Nationalmannschaft der Herren in der EM-Quali gegen die Niederlande. 2:4! Gegen die Niederlande! Vor ein paar Jahren noch wäre Jogi Löws Kopf gefordert worden – mindestens der. Heute? Weitgehend Schweigen im Walde. Ich ertappe mich dabei, leise Hoffnungen zu hegen, das Land könnte endlich mal ein etwas entspannteres Verhältnis zur Herrenmenschenposition des DFB-Teams qua … nun ja … Herrenmenschendasein gefunden. Allein der Glaube fehlt mir. Das ist bestimmt nur eine Phase. Die Niederländer haben den Sieg übrigens verdient.

Aktuell verfluche ich Microsoft … mal wieder. Eigentlich hatte ich mich ja vor bald 20 Jahren von dieser Seuchenklitsche verabschiedet, aber das gilt ja nun leider nicht für das Umfeld. Also habe ich mal wieder einen Laptop zur Pflege, der nun leider nicht auf Linux laufen soll. Nachdem den ganzen Tag die Systemwiederherstellung lief und dann die Werksinstallation gründlich entrümpelt werden musste – Hey Lenovo! Sagt mal, wozu braucht ein Laptop ohne optisches Laufwerk eigentlich eine DVD-Player-Vollversion? – sind wir jetzt bei Windows Update angekommen. Das System ist auf dem Stand von vor vier Jahren, es dauert also. Nicht etwa das Updaten selber, nein schon die Suche nach Updates. Die leider, seit es Windows Update gibt, immer noch keine Fortschrittsanzeige bekommen hat. Der aktuelle Versuch läuft seit drei Stunden, ob da noch was passiert oder er einfach hängt, man weiß es nicht. Ich denke, ich gebe ihm noch, bis ich wieder aufgestanden bin.

Im beschaulichen Altenburg, überraschenderweise wenige Kilometer entfernt von der hessischen Nazihochburg Büdingen, wurde doch tatsächlich ein NPD-Mann zum Ortsvorsteher gewählt. In der Ecke wäre das jetzt eher keine Meldung, wäre der Ortsvorstand nicht ein wenig pikant zusammengesetzt: Neben dem NPD-Mann besteht das neunköpfige Gremium aus CDU, SPD und FDP. Ja upsi. Empörung durch alle beteiligten Bundesparteien, die Ortsvereine versuchen zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Neueste einleuchtende Begründung: Man hätte ja keinen alternativen jüngeren Kandidaten gehabt, der auch ein wenig mit dem Internet umgehen kann. Merke: Der nächste Führer muss nur halbwegs mit dem technischen Fortschritt mithalten, dann ist das mit dem Vierten Reich überhaupt kein Problem in diesem Lande. Absurder wird’s nicht mehr.

Ansonsten gehört der Tag … ähm … halt den Parteien, die Digital Nazis zu Führern wählen.

Social Media Gedöns

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