2. Oktober 2019

2:17 Uhr, vieles nervt. Ist ein bisschen ruhig hier, alles hängt mit allem zusammen.

Der Telefonanschluss hat sich mal wieder gemeldet. Vorgestern beim Blutspendeaufbau. Eine, wie hieß das noch gleich, Anschluss-Beraterin? -begleiterin? In dem ganzen Prozess scheint es im Callcenter ungefähr 20 verschiedene Ebenen zu geben und jede einzelne hat offenbar die Aufgabe, die vorherigen zu torpedieren. Ich konnte sie gerade noch davon abhalten, unseren Auftrag wieder zu stornieren. Wahrscheinlich wieder wegen dem Missverständnis, unser Anschluss wäre ein echter Neuanschluss. Auf jeden Fall steht der Technikertermin kommenden Dienstag weiter, aber sie hat schonmal die Hoffnung gesenkt. Wenn das jetzt wieder in die Hose geht, will ich einen festen Berater für den kompletten Anschlussprozess. Es kann doch wirklich nicht so schwer sein!

Der Blutspendetermin war überraschend erfolgreich – wieder. Entgegen allen Trends hatten wir jetzt nochmal ein Plus von rund einem Drittel. Wenn sich das hält, haben wir erstmal eine Sorge weniger. Nachdem unsere Zahlen seit über 60 Jahren langsam aber stetig sinken, bis wir jetzt an der Untergrenze waren.

Wenn gerade nicht außerhalb alles nervt, schaffts die Familie. Der alte Herr nimmt gerade wieder wenig Rücksicht auf mich, erwartet aber meine Mithilfe. Das ist ein bisschen kontraproduktiv, wenn er mir meine Nachtruhe nicht gönnt, bin ich halt auch tagsüber zu wenig zu brauchen. Und zu tun habe ich gerade genug.

Bücher gibt’s auch keine neuen. Also doch, viele neue, die ich gerne lesen würde, aber bei den Portalen kommt gerade nix rum. Könnte sich auch mal wieder ändern.

Gestern gab es mal wieder die Anstalt. Thema Klimawandel. Also der Umgang der Politik mit ihm. Uthoff quasi durchgehend als Isaac Newton. Große Sendung. Die Grünen kamen nicht gut weg, Merkel auch, das EEG, der Klimapakt. Es ist alles ein Elend. Umso wichtiger, dass es die Anstalt gibt.

Montag gab’s im Ersten eine gar nicht mal schlechte Doku zu Lübcke und rechtem Terror. Sehr bemüht, auch das richtige Wording zu treffen. Das ging nicht immer gut, aber es gab beispielsweise die »sogenannten Flüchtlingskrise« und das Wort ist so tief in der Mitte verankert, da muss ich das Sogenannte loben. So weit schaffen es wenige öffentlich-rechtliche Dokus nach links.

Ansonsten gehörte der Tag online mal wieder interner Kritik im linken Lager. XR ist immer noch der Aufhänger. Diese Distanziererei, schlimm. Gab einen klugen Tweetstorm bezüglich gewalttätigem Widerstand. Pro. War gut. Ich schätze, wenn man sich das Distanzieren sparen und einfach akzeptieren würde, dass unterschiedliche Gruppen unterschiedlich an Probleme gehen, wäre viel gewonnen. Solange der Grundkonsens stimmt.

Social Media Gedöns

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