17. Februar 2020

19:32 – Bürodämmerung. Hier könnt ich ja auch mal wieder was schreiben. Mein Alltag versinkt gerade in aufgestauter und neuer Büroarbeit. Da muss das Hauptkonto umgezogen werden, außerdem sind meine Ordner mit Kram, den man max. 10 Jahre vorhalten muss, mittlerweile so dick, dass ich von den 20 mal 10 Jahre vernichten muss. Es ist wirklich ermüdend, wie lange so ein handelsüblicher Aktenschredder für nur ein Jahr braucht.

Die Familie ist diese Woche im Skiurlaub, was zwingend bedeutet, dass sich mein Tagesrhythmus instantan auf sein natürliches Intervall umstellt. Heißt, sieben Stunden Schlaf, 18 Stunden wach. Moment mal, da stimmt doch was nicht, fällt dem aufmerksamen Leser auf. Korrekt, nur dass es leider stimmt. Mein Tag verlagert sich so täglich um eine Stunde. Schön ist, dass ich fit bin. Unschön ist, dass das Prinzip irgendwie nicht zum Standard westlicher Gesellschaften passt.

Noch so eine beeindruckende Entdeckung: Von 2005 bis 2015 hatte ich ja mal auswärts studiert. Mit den üblichen finanziellen Nebenwirkungen – soll heißen, am Monatsende war das Geld immer zu knapp zum Essen. Offenbar gab es da aber eine vollkommen verdrängte Phase, in der ich im Geld geschwommen sein muss. Anders lässt sich wohl nicht erklären, wie ich 2009 einen Verrechnungsscheck über knapp 50€ einfach so abheften, statt ihn einzulösen, konnte. Das zeugt schon von beeindruckender Klugheit.

Die Katze überrascht mich auch immer wieder. Zu meiner Kellerwohnung gibt’s wegen des Kindes im Haus zur Zeit so ein Treppengitter. Der Abstand der Streben ist etwa halb so breit wie die Katze. Ich lass das manchmal, wenn die Katze gerade Fütterungszeit hatte, zu, weil das Tier zum Schlingen tendiert und danach erstmal kotzen muss, was natürlich in der einzigen Wohnung im Haus, in der Teppich verlegt ist, geschehen muss. Das ist Gesetz. Jetzt hat es die Katze aber tatsächlich geschafft, sich durch das Gitter zu quetschen und – das beeindruckt mich noch ein bisschen mehr – das Gitter richtig aufzudrücken. Kann das Kind noch was von dem Tier lernen.

Ich hatte die Tage übrigens erstmals Lasagne mit veganem Hack gemacht. War überraschend lecker. Allerdings muss ich mal sagen, das Next Level Hack von Lidl stinkt, sobald es in die Nähe der Pfanne kommt, so unmenschlich, dass einem alles vergeht. Umso beeindruckender ist dann das Endergebnis.

Ansonsten gehörte der Tag der Leitkulturdebatte. Unser jährlich Brot gib uns heute. Amthor, dieser beeindruckend gealterte, junge Mann, hat sie endlich mal wieder los getreten. Ich vermeide es, genauer hinzuschauen. Dieser Mist ist einfach so überflüssig, fast wie Amthor und die CDU.

Social Media Gedöns

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