Rezension: Wenn es dämmert (von Zoë Beck)

Quelle: Amazon

Die junge Schriftstellerin Mina Williams wacht verletzt aus der Bewusstlosigkeit auf. Sie hat keine Erinnerung, wo sie ist und was mit ihr passiert ist. Mit im Haus liegt ein toter Mann. Während ihre Erinnerungen nur langsam zurück kommen, gerät sie als Hauptverdächtige immer tiefer in ein Netz aus Schwerstverbrechen.

Wenn es dämmert spielt in Cedric Darneys Studentenzeit, liegt chronologisch also vor Der frühe Tod, das wiederum vor Das alte Kind. Zoë Beck erzählt darin die Geschichte der jungen Bestsellerautorin Mina, die eng mit der des Verschwindens von Cedrics Vater Lord Darney verknüpft ist. Wie auch Das alte Kind hat Wenn es dämmert starke familiendramatische Elemente und die für fast alle maßgeblichen Charaktere. Mit Menschen- bzw. Kinderhandel greift Beck auch hier ein wahrscheinlich immer aktuelles Thema auf.

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber das lässt sich nicht ändern. Die Bücher dieses Handlungsuniversums sind sich insgesamt und im Prinzip auch im Detail sehr ähnlich. Beck lässt ihr Publikum ausführlich die Zwangshandlungen Cedrics miterleben. Zwar wird deren Ursache in der nebulösen Internatszeit belassen, ihre Auswirkungen und wie Cedric mit ihnen leben muss, erlebt man aber hautnah. Gleiches gilt für Minas Depressionen einschließlich Tablettenabhängigkeit, wobei deren Ursachen im Laufe des Buches aufgelöst werden. Wie es den Charakteren damit geht, ist nicht immer leicht zu lesen, aber sehr lehrreich. Beck mag ihre Charaktere, das merkt man in jedem Buch und ziemlich schnell.

Auch mit dem Handlungsort in Schottland ist sie offenbar bestens bekannt. Stellenweise kann man das Buch schon fast als Reiseführer bezeichnen, so detailreich beschreibt sie Orte, Sehenswürdigkeiten und Mythen. Auch das ist durchaus sympathisch.

Ein wenig aus dem Konzept gebracht hat mich teilweise Minas Verwandtschaft. Die ist tatsächlich ziemlich groß und, da mehrere Generationen für das Buch mindestens am Rande relevant sind, stellenweise recht unübersichtlich. Es fallen viele Namen, nicht wenige davon nicht allzu oft. Da kann man leicht den Überblick verlieren.

Alles in Allem bin ich wieder einmal sehr glücklich mit dem Buch. Ich war zwar durch meine unchronologische Lesereihenfolge schon gewaltig gespoilert, das hat dem Buch aber überhaupt nicht weh getan. Die Reihe gefällt mir einfach sehr gut.

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Transparenzblock: Diese Rezension ist auch auf meinem Profil bei mojoreads (Werbung) erschienen. mojoreads versteht sich als social bookstore und beteiligt seine User am Erlös aus Buchverkäufen, die u.a. auf ihre Rezensionen zurückgehen. Wenn du das Buch kaufen willst, würdest du mir eine Freude machen, wenn du es über meine dortige Rezension (Werbung) kaufst. Bedankt 🙂

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