Kleine Änderungen im Programm

Eineinhalb Jahre besteht mein Blog jetzt – jedenfalls inhaltlich – in der aktuellen Form. Zeit, mal wieder zu reflektieren, was mir gefällt, was funktioniert und was nicht. Die COVID-19-Phase drängt mir den Schritt quasi auf, denn ihr Beginn war auch hier eine mittelgroße Zäsur. Wochenlang gab’s gar nix bzw. nur noch die paar schon vorbereiteten Rezensionen. Auch die Rumpelkammer ist quasi von einem Tag auf den nächsten komplett eingeschlafen. Das war alles etwas anders geplant.

Jetzt, wo ich so langsam wieder hochfahre – von meiner normalen Form bin ich offensichtlich noch weit weg -, wird es Zeit, Resümee zu ziehen.

Das erste Opfer wird die Sternebewertung. In der Rumpelkammer hatte ich das schon angedacht, sie stresst mich einfach und sie ist, weil ich fast nur Bücher lese, die mir auch gefallen, kaum aussagekräftig. Bis auf zwei oder drei sind meine Rezensionen im Kern alle Empfehlungen, also im Bereich von (gerundet) vier bis fünf Sternen. Ich hatte das System damals eingeführt, weil ich auf den verschiedenen Plattformen, auf denen meine Rezensionen neben dem Blog erscheinen, Sternebewertungen abgeben muss, da liegt es nahe, die Information auch hier zu teilen. Aber durch die präzisere Bewertung – Plattformen 5 Stufen, hier 5*10 – fühle ich mich genötigt, hier auch präziser zu bewerten. Langer Rede kurzer Sinn, es macht keinen Spaß, es sagt fast nix aus, es fliegt raus. Zeitnah, sobald ich einen Weg beschlossen habe, die bestehenden Bewertungen auszublenden, ohne sie aus jedem einzelnen Post händisch löschen zu müssen.

Die nächste Änderung betrifft die Rezensionen selber und ist eher formaler Natur. Den bibliografischen Block werde ich in Zukunft streichen. Die Informationen stehen weitgehend sowieso redundant im Meta-Block und seinen ursprünglich angedachten Sinn als inhaltlicher Trenner zwischen Inhaltsangabe und Rezension hat er nie erfüllt, weil ich von Anfang an meistens auch noch einen Absatz darunter für den Inhalt benutzt habe.

Insgesamt wird die Form der Rezensionen etwas fluider. Ich werde nicht mehr strikt nach Schema – Absatz 1 Inhalt, Absatz 2 Bibliografie, Absatz 3 zusätzlich Inhalt, Absätze 4 bis n-1 Rezension, Absatz n Fazit – strukturieren, somdern mich danach richten, wie es am besten zum Buch passt. Das ist eine Folge aus den BlackBooks, bei denen mir das bisherige Format nicht passend erschien. Außerdem bin ich faul und im Prinzip stört mich schon die ganze Zeit, dass insbesondere der bibliografische Block auf vielen Drittplattformen so gar nicht ins Konzept passt. Ich werde mich da also etwas freier machen.

Die nächste Änderung betrifft die Rumpelkammer und ist eine konzeptionelle. In der bisherigen Form werde ich die nicht fortsetzen. In Zukunft wird die eine Art Gelegenheitsblog für Themen, die nicht in die Buchblogecke passen – letztendlich also das Gleiche wie jetzt, nur pointierter und ohne die Regelmäßigkeit eines (eingeschlafenen) Tagebuchs. Ich denke, das funktioniert besser.

So, das wäre erst mal das kurzfristig Anstehende. Jetzt muss ich technisch nur noch umsetzen, was umgesetzt werden muss. Tja…

Social Media Gedöns

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